Im Jahr 2009 plante die schwarz-gelbe Koalition, in der kommenden Legislaturperiode ein Leistungsschutzrecht für Verlage einzuführen. Da die Verleger aber feststellen mussten, dass dieses Vorhaben sich nicht so einfach durchzusetzen lässt, schließen diese sich nun in einer neuen Verwertungsgesellschaft nach Art der GEMA zusammen.
Sie gründen die “Freie Verwertungsgesellschaft der Urheber für Content und Kopien” kurz FUCK
Diese soll dafür Sorgen, dass Google nicht mehr den Content der Verleger stiehlt um damit Geld zu verdienen. Auch der kleine Blog-Betreiber wird in Zukunft für seine Zitate aus den “großen” Zeitungen und Webseiten einen Obolus an FUCK abführen müssen. Es sei denn, er ist Mitglied bei FUCK! Jeder, der Content im Internet anbietet, kann sich dort anmelden. Gegen eine einmalige Aufnahmegebühr von 1800 Euro zzgl. MwSt. und einem jährlichem Mitgliedsbeitrag von 250 Euro, kann er an den Ausschüttungen der Verleger teilhaben. Die eigenen, zu zahlenden Beträge, für z.B. veröffentlichte Zitate, werden verrechnet. Der Mitgliedsbeitag ist davon unabhängig.
Werden Anfangs die Ausschüttungen nach den Zugriffsstatistiken von Alexa berechnet, so sollen bald eigene FUCK - Server folgen, welche die Aufrufe einzelner, registrierter Artikel anhand von sogenannten IDIS (Intelligent Dual Identifier Snippet) identifiziert und registriert. Das “Dual” in IDIS bedeutet, dass das selbe Snippet sowohl für den Original Artikel als auch für eine Kopie oder Zitat gilt. Dieses System scheint gut durchdacht und wird den Verlegern endlich wieder die Stellung im Netz einräumen welche sie durch ihr inkompetentes Handeln verpasst haben ihnen zusteht.
Die Regierungsparteien CDU und FDP haben signalisiert, dass FUCK die Rechtsfähigkeit eines wirtschaftlichen Vereins nach §22 BGB verliehen wird.
FUCK und IDIS – die Rettung der Verlage im Netz.
Gerade erreicht uns noch eine andere Meldung.
Die Autobauer denken jetzt auch laut über eine eigene Verwertungsgesellschaft nach.
Martin Winterkorn, Vorstandsvorsitzender von VW sagte uns in einem Interview:
Es kann nicht sein, dass die Menschen mit unseren Autos durch die Gegend fahren und meinen, mit einer Einmalzahlung des Kaufpreises sei unser geistiges Eigentum abgegolten. Bei Musik zahlt man ja auch den Datenträger und wenn man die Musik öffentlich vorführt, zahlt man an die GEMA. Diese Modell ist auch für uns denkbar und wir gründen deshalb die Verwertungsgesellschaft der Autobauer für Gaspedale, Innenspiegel, Nocken- und Antriebswellen” – VAGINA.
Es funktioniert doch immer wieder.